Bodenschneid

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Bodenschneid Gipfel zwischen Spitzingsee und Tegernsee

Die Bodenschneid hat ihren Namen wohl wegen ihrer markanten Form – der steile Felsen am Gipfel schneidet sich an der Nordseite senkrecht in den Himmel. Von unten wirkt der Gipfel gar nicht so markant. Du siehst diese besondere Form erst, wenn du über den breiten Grat des Gipfel zum Gipfelkreuz wanderst. Von dort hast du den Blick zum Tegernsee und zum Spitzingsee. Das macht die 1669 Meter hohe Bodenschneid zu einer der beliebtesten Münchner Hausberge. Es gibt mehrere Wege zum Gipfel. Ich empfehle dir den Aufstieg vom Spitzingsee. Von hier ist es eine mittelschwere Wanderung, die landschaftlich beeindruckend ist und zudem nicht zu lange dauert.

Der Bodenschneid Parkplatz

Start der Bodenschneid Wanderung ist auf dem sogenannten Kurvenlift Parkplatz wenige Meter oberhalb vom Spitzingsee. Hier kommst du mit dem Auto via Schliersee leicht hin. Die Details für deine Routenplanung findest du hier in meinem Beitrag mit allen Infos für den perfekten Spitzingsee Parkplatz. Die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich schwierig. Diesen Startpunkt erreichst du am ehesten von der Bushaltestelle am Spitzingsattel. Von dort rechnest du rund 1 Kilometer Gehweg dazu.

So geht die Bodenschneid Wanderung

Die Bodenschneid Wanderung in Richtung Untere Firstalm
Die Bodenschneid Wanderung in Richtung Untere Firstalm
Blick auf die untere Firstalm, dahinter die Brecherspitz
Blick auf die untere Firstalm, dahinter die Brecherspitz

Die eigentliche Bodenschneid Wanderung startet wenige Meter oberhalb des Spitzingsees am Kurvenlift Parkplatz. Hier orientierst du dich bergwärts und folgst der Beschilderung zur Unteren Firstalm. Über eine für den Autoverkehr gesperrte Teerstraße geht es gleich bergauf. Anfangs bist du noch im Wald. Nach rund 25 Minuten erreichst du die Almwiese. Nun wandern wir über die Almfläche der Firstalm. Der breite Weg führt zu den Hütten der Unteren Firstalm. Hier zweigt links der ebenfalls breite Wanderweg in Richtung Bodenschneid ab. Oberhalb der Alm geht es wieder hinein in den Wald. Dort wandern wir hinauf zum Joch, dem Suttenstein. Er ist nicht extra ausgeschildert! Ein ausgetretener Weg führt dich zum Suttenstein Aussichtspunkt. Geh die paar Meter dorthin, dort hast du den ersten Blick auf die andere Seite der Berge ins Richtung Sutten.

Danach folgt der Aufstieg auf die Bodenschneid auf einem Wandersteig. Orientiere dich am Suttenstein nach rechst (von der Firstalm kommend). Als ich unterwegs gewesen bin, habe ich die Beschilderung nicht gesehen, sie war verwachsen. Über viele Wurzeln führt die Bodenschneid Wanderung (vergleichsweise steil zur bisherigen Wanderung) hinauf. Ohne Ausblick geht es nun durch den Wald hinauf. An sonnigen Tagen ist das ein klarer Vorteil, weil die Sonne hier sehr stark einheizen würde. Zwischendurch gibt es zwischen den Bäumen einen Blick nach rechts auf die Almfläche der Firstalm und den Spitzingsee.

So steigst du Höhenmeter für Höhenmeter hinauf, bis du auf der langgezogenen Gipfelwiese herauskommst. Ein schmaler Steig führt über mit Steinen durchsetztes Gelände. Als nächstes kommt die Abzweigung nach rechts, der Abstieg in Richtung Bodenschneidhaus und Firstalm. Das ist der spätere Rückweg ins Tal. Doch davor geht es noch wenige Minuten bis zum Gipfel samt dem berühmten Gipfelkreuz. Das steht weiter vorne.

Markantes Gipfelkreuz

Das Bodenschneid Gipfelkreuz gilt als eines der markantesten Gipfelkreuze in ganz Bayern. Es ist eines der größten Kreuze und nicht wie sonst meist üblich aus Holz, sondern aus Metall gefertigt. Es wurde im August 1894 errichtet. Damals wurde die Inschrift angebracht: „Gott beschütze unser Bayerland.“ Andrä Egger und Sebastian Uhl aus Miesbach haben das Kreuz erdacht. Josef Witt, Johannes Stadler, Johannes Trätzl, Xaver Staudinger, Josef Stadler und Josef Maurer haben es auf den Gipfel gebracht. Der Kreuzerichtungsverein des Trachtenvereins Miesbach erstellte das Gipfelkreuz neu im Mai 1994.

Genuß am Aussichtsgipfel

Ausblick auf der Bodenschneid Wanderung am Gipfel - in Richtung Blauberge, Rofan und die anderen Berge in Tirol
Ausblick auf der Bodenschneid Wanderung am Gipfel – in Richtung Blauberge, Rofan und die anderen Berge in Tirol
Die Bodenschneid Aussicht auf den Tegernsee
Die Bodenschneid Aussicht auf den Tegernsee
Bodenschneid Blick auf den Kessel mit dem Bodenschneidhaus
Bodenschneid Blick hinunter in den Kessel mit dem Bodenschneidhaus

Ich empfehle dir eine Pause hier oben. Es gibt ganz viel zu sehen. Du hast einen 360 Grad Panoramablick. Selbst das Karwendel ist zu sehen, dazu viele Gipfel am Alpenhauptkamm. Das erklärt auch, warum soviele Menschen einmal hier herauf wandern möchten. Neben ganz vielen bekannten Gipfeln in Deutschland und Österreich stechen der Tegernsee und der Spitzingsee hervor. Direkt gegenüber erhebt sich die Brecherspitz, eine weitere beliebte Spitzingsee Wanderung. Nutze das Panorama ausgiebig und mach ein Gipfel-Picknick. So sparst du dir den Touristenrummel auf den unterhalb gelegenen Almen. Nimm dir eine Brotzeit mit und nutze die große Gipfelwiese. Selbst an schönen Tagen findest du hier oben ein nettes Platzerl.

Der Rückweg

Steil geht es vom Bodenschneid Gipfel hinunter zur Oberen Firstalm
Steil geht es vom Bodenschneid Gipfel hinunter zur Oberen Firstalm

Vom Gipfel geht es für wenige Minuten zurück zur Abzweigung, die du bereits beim Aufstieg gekreuzt hast. Folge der Beschilderung talwärts zur Oberen Firstalm. Anfangs ist es noch relativ steil, später wird es flacher. Im oberen Bereich ist es im Sommer sehr heiß, unten wird es im Wald wieder kühler. Ich persönlich mag hier oben nicht einkehren und wandere über die Almen direkt zum Ausgangspunkt.

Bodenschneid Wanderung – Daten und Fakten

  • Route: Parkplatz Kurvenlift – Untere Firstalm – Aussichtspunkt Suttenstein – Bodenschneid – Obere Firstalm – Untere Firstalm – Parkplatz Kurvenlift
  • Höhenunterschied: ca. 550 Höhenmeter
  • Wegdistanz: ca. 8 Kilometer
  • Gehzeit zum Gipfel: ca. 2,5 Stunden
  • Rückweg zum Parkplatz: ca. 1,5 Stunden
  • Rundwanderung
  • mittelschwere Wanderung

Die passende Wanderkarte

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